Machen wir uns Gedanken warum das „gute Fressen“ ein Jahr haltbar ist? Wie viele Farb- und Konservierungsstoffe, Färbemittel und Geschmacksverstärker enthalten sind? Wie viele natürliche Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und essentielle Fettsäuren durch die Erhitzung bei der Fertigfutterherstellung zerstört wurden? Auch ich habe jahrelang Fertigfutter gefüttert, war durch die ganze Werbung und Vermarktung überzeugt davon, dass die Futtermittelhersteller schon wissen was sie tun.
Über die Züchterin von Alina sind wir zum Barfen gekommen. Wir möchten euch hier einen kurzen Einblick in die Fütterung meiner Hunde geben.
Fertigfutter oder BARF?!
Der Hund gehört wie auch
sein Vorfahre, der Wolf zu den
Karnivoren, wobei der Wolf kein reiner
Fleischfresser ist. Außer seinen
Beutetieren frisst der Wolf Obst,
Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzeln,
Insekten und auch den Kot der
Pflanzenfresser. Vom Beutetier wird
alles aufgefressen bis auf die größeren
Knochen, einen Großteil von Haut und
Fell und einen Teil des
Magen-Darm-Inhalts. Dadurch das der Wolf
so gut wie sein ganzes Beutetier frisst
bekommt er die für ihn lebenswichtigen
Nährstoffe: Eiweiß, Fett, Mineralien,
Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe. Im
Gegensatz zu Pflanzenfressern hat der
Hund keine Verdauungsenzyme im Speichel
und produziert vergleichsweise sehr
wenig Speichel. Hundespeichel ist sehr
zähflüssig und dient als Gleitmittel für
die Nahrung. Der Magen des Hundes ist im
Vergleich zu Pflanzenfressern sehr groß:
achtmal so groß wie ein Pferdemagen, in
Relation zum Körpergewicht. Die
Magensäure des Hundes enthält zehnmal
mehr Salzsäure als die des Menschen. Die
Produktion der Verdauungssäfte erfolgt
beim Hund durch den Schlüsselreiz
Fleisch.
Der Darm des Hundes ist sehr kurz im
Vergleich zum Darm des Pflanzenfressers.
Die vollständige Verdauung von Fleisch
und Knochen dauert beim Hund maximal 24
Stunden; Pflanzenfresser brauchen für
die Verdauung vier bis fünf Tage. Wenn
man nun all dies zusammenfasst, spricht
alles eindeutig dafür den Hund mit
Fleisch und nicht mit Getreide ( was in
Fertigfuttermitteln hauptsächlich
enthalten ist ), zu ernähren. Der hohe
Getreideanteil von Fertigfutter kann
auch einige Probleme beim Hund
verursachen. Magensäfte werden nicht
ausreichend gebildet, weil der
Schlüsselreiz Fleisch fehlt, folglich
werden Bakterien nicht abgetötet, es
kommt zu Fehlgärungen, Durchfall,
Magenumdrehungen und Parasitenbefall.
Auch Probleme mit der Bauchspeicheldrüse
können entstehen, da diese mit der
Produktion von Enzymen zur Verdauung von
Getreide überfordert ist( im hoch
erhitztem Fertigfutter sind kaum noch
Enzyme vorhanden). Auch das Kochen von
tierischen Eiweißen verändert viele der
Aminosäuren-Ketten und macht sie für den
Hund größtenteils unbrauchbar. Eiweiße
werden durch Kochen schwer verdaulich,
zudem gehen dabei viele Mineralien
verloren.

Was für uns ganz klar fürs
BARFen spricht:
Ganz einfach, es ist die artgerechteste Ernährung!
Ich weiß genau was im Napf landet! Frisches Fleisch, Fisch, gute Kräuter, Öle und hochwertige Zusatzmittel die ich selbst aussuche!
Abfälle wie z.B. Hufe, Horn, Schnäbel, Federn sogar Kot und Urin was sonst einfach ins Fertigfutter "geschreddert" wird, Konservierungsmittel, Farbstoffe kommen nicht in den Napf unserer Hunde!!
Ich kann auf die Vorlieben und Unverträglichkeiten (wie z.B. bei einer Allergie) meines Hundes eingehen!
Rohe Nahrung kann vom Hund viel besser verwertet werden, was natürlich die Kotmengen auf ein Minimum reduziert!!!
Was kommt
jetzt eigentlich in den Napf?
Fleischige Knochen:
Hühnerkarkassen/-hälse, Hühnerflügel,
Hühnerschenkel, ganze Hühner,
Putenhälse, Ochsen/Kalbs/Rinderschlepp,
Lamm/Kalbsrippen, Lammwirbelsäule,
Kaninchen, Kalbs- und Rinderknochen
(nicht am Anfang - zu hart)
Muskelfleisch:
Geflügel, Rind, Pferd, Wild, Schaf,
Lamm, Kaninchen
Kopffleisch, Hühnermagen, Backenfleisch,
Maulfleisch, Zwerchfell (Kronfleisch
oder Saumfleisch), Stichfleisch, Zunge,
Herz (sollte aber nicht als alleinige
Muskelfleischquelle dienen)
Knorpel:
Schlund,
Kehlkopf
Innereien:
Pansen,
Blättermagen, Niere, Lunge, selten Leber
Fisch:
bevorzugt alle Arten von Salzwasserfischen wg. dem Jodgehalt, es können genauso Süßwasserfische gefüttert werden, solang der Hund nicht rein mit Fisch ernährt wird
Gemüse:
Blattgemüse wie: Kopfsalat, Löwenzahn,
Ruccola, Kresse, Feldsalat
Karotten, Zucchini, Kürbis, Gurken,
Fenchel, Sellerie, Rote Beete etc.
(In geringen
Mengen: Kohlsorten, Broccoli, Spinat,
Spargel)
gekocht: Kartoffeln
Obst:
Apfel,
Birne, Nektarine, Pfirsich, Beeren,
Trauben (minimal), Kiwi etc.
Das Obst sollte bevorzugt überreif und
entkernt sein
Milchprodukte:
Buttermilch, Joghurt, Hüttenkäse, Magertopfen, Quark, Kefir
Öle:
Vita-Derm-Öl, Leinöl, Kokosöl, Olivenöl, Lachsöl, Rapsöl, Hanföl, etc
Sonstiges:
zwischendurch Algen und Kräuter aus dem BARF Shop
fütter ich nicht, kann aber in geringen Mengen verfüttert werden...
Flocken oder
geschrotet: Quinoa, Amaranth,
Buchweizen, Gerste, Dinkel, / 5-8
Stunden quellen lassen
gekocht: Reis, Nudeln
Was darf nicht in den Napf?
Schweinefleisch sollte nur gekocht
verfüttert werden (außer man hat eine
sehr zuverlässige Quelle)
Nachtschattengewächste (Tomaten,
Avocados, Zwiebel...) sollte man nicht
oder in Maßen an den Hund verfüttern, da
sie das Gift Solanin enthalten können.
Allerdings gilt das nur für die unreifen
Früchte, wie grüne Paprika. Bei rohen
Kartoffeln bilden sich die grünen
Stellen bei Lichteinfall. Kartoffel
immer kochen!
Knochen nur Roh füttern! Beim kochen
wird dem Knochen Feuchtigkeit entzogen
und er wird spröde! Generell immer
fleischige Knochen füttern, bzw zu
Fleischmahlzeiten
in kleinen Mengen dazufüttern
(Verstopfungsgefahr)
Was ist mit Parasiten, Bakterien und Salmonellen?
Der Hund besitzt den Verdauungsapperat eines Karnivoren! Das bedeutet, die Verdauung des Hundes ist von Natur aus auf Fleisch und Knochen eingestellt! Die Magensäure des Hundes ist stark genug um Knochen und Knorpel zu verdauen! Bakterien und Salmonellen gibt es überall, aber durch den Schlüsselreiz Fleisch werden ausreichend Magensäfte produziert und es können alle schädlichen Bakterien abgetötet werden!Es kommt äußerst selten zu Parasitenbefall! Ganz anders wie bei Fertigfuttermittel!
Für alle die sich noch weiter informieren wollen, hier ein paar wichtige Links zu dem Thema
Buchtipp: Natural dog food
Zusätze und Kräuter: Pahema
Wissenswertes zum Thema Barf: drei-hunde-nacht
Alles rund ums das BARFen: Barf Shop